Lifestyle, Vanlife

Van Umbau – Teil 2

Hallöchen ihr Lieben,

nun kommen wir endlich zum zweiten Teil des Van Umbaus.

Küche

Da wir gerade von unserem Freund der Küche gesprochen haben, ging es nach erfolgreichem Himmelanbau, dieser an den Kragen. Grundsätzlich hat nichts gegen die Küche gesprochen und sowohl die Kochfläche, als auch der Kühlschrank dürfen uns zukünftig auf unseren Reisen begleiten. Für das Waschbecken und die Arbeitsplatte sah es hingegen anders aus.
Da wir, wie bereits angesprochen, einige Stunden im Baumarkt verbrachten, hatten wir natürlich auch die neue Arbeitsplatte direkt mitgebracht. Diese sollte nicht wie die Alte nur eine Gerade sein, denn wir wollten auch ein kleines L einbauen, um die Arbeitsfläche etwas zu vergrößern. 
Gesagt, getan. Schnell alles gemessen, die Öffnung für die Kochfläche aufmalen, ausscheiden und auch diese Baustelle haben wir fast hinter uns. Natürlich mussten wir noch die Erweiterung befestigen. Hierfür haben wir uns zwei Bleche genommen und diese von untern festgeschraubt. Damit die Fuge zwischen den beiden Brettern möglichst klein ist, kam noch etwas Leim zwischen die beiden und fertig. So schnell hat die Küche eine neue Arbeitsplatte. 
Ein Problem behoben, stand direkt das nächste vor der Tür. Die ursprüngliche Arbeitsplatte hatte auf der linken Seite eine Klappe, damit man unter der Arbeitsplatte ein fach hat. Da unsere neue Platte aber ca. Drei mal so dick ist wie die Alte, ließ sich hier nicht der gleich Mechanismus verbauen und wir musste uns eine Alternative zur Nutzung des Platzes überlegen. 
Erstmal schauen was da machbar ist. Schnell vor Löcher vorne rein gebohrt und dann mit der Stichsäge ein Quadrat ausschneiden. Schon hatten wir die Möglichkeit, den Stauraum von vorne zu beladen. Zu allem Überfluss hat Nick den Abwasserschlau angebohrt, also musste da ein neuer her. Natürlich passiert sowas immer an einem Sonntag, wo man nicht mal schnell los fahren kann um einen neuen zu holen. Glücklicherweise kennt Nick den ein oder anderen bei sich im Ort und im Handumdrehen war ein neuer Schlauch vorhanden. 

Also kurzer Zwischenstand was wir bislang geschafft haben… 
Eine Seitenwand von Elmo ist fertig
der Himmel ist neu
die Arbeitsplatte ist erneuert
alles ist verbaut 
und die Küche ist wieder da wo sie sein soll. 

Was gilt es noch zu machen?
Das Waschbecken muss eingebaut werden
Es fehlt ein Wasserhahn
Die Kofferraumklappe ist noch nicht verkleidet
Die Tür ist noch nicht fertig
Das Bett fehlt komplett
Regale und Accessoires sind auch noch nicht da wo sie sein sollten.

Da der Sonntag noch nicht rum war, haben wir uns nochmal an die Kofferraumklappe gewagt und hier schon mal alle Bretter bis zur Hälfte befestigt. Da uns danach leider die Schrauben ausgingen, haben wir alle weiteren Bretter nur geschnitten und vorgebohrt.

Dann hieß es erstmal Abschied nehmen und wir haben uns zurück gemacht nach Berlin. Auf dem Heimweg hat mir Nick seine Idee bezüglich dem Bett versucht zu offenbaren, aber das war eher von mäßigem Erfolg gekrönt. Da er aber die anderen Sachen sehr gut gemacht hat, habe ich mir darum keine Gedanken gemacht und wollte ihn einfach mal machen lassen. 

Zurück in Berlin bin ich dann nochmal schnell in den Baumarkt gefahren und haben die restlichen Sachen besorgt die wir noch brauchten. Da wir ohnehin nahezu jeden Abend in Elmo verbrachten, war auch dieser nicht anders. Am gleichen Abend war noch die Kofferraumklappe und die Tür fertig und Elmo war endlich nicht mehr Nackt. 
Der erste Eindruck? Ich liebe es. 
Es ist bereits jetzt so ein viel schöneres Gefühl in Elmo zu sitzen und die Arbeit hat sich schon 1000 mal gelohnt. Aber natürlich waren wir noch nicht fertig, also ging es direkt weiter. Nick hat sich für das Bett mehrere quadratische Latten (45mmx45mm) gekauft und wollte daraus das ganze Bett bauen. Wie ein Kind mit einer neuen Kiste Legobausteine saß Nick hier mit seinen Bretter und war voll in seinem Element. Ich habe nur die Säge und den Akkuschrauber gehört wie diese ihre Arbeit verrichten und auf einmal stand Nick mit einem breiten Grinsen im Gesicht vor mir und sagte das Bett sei fast fertig. Na dann schauen wir uns das Meisterwerk mal an. Vor mir lagen viele Bretter die irgendwie ineinander verschraubt sind und darauf soll ich schlafen? Ist das nicht viel zu klein?

Das Bett

Also stand ich da vor diesem “Bett“ und hatte keine Ahnung wie dieses Ding mal ein Bett werden soll. Nick zeigte mir dann was er sich dabei dachte und ich muss sagen, dass ich damit nicht  gerechnet habe. Er hat ein Mechanismus verbaut, dass man das Bett zum Schlafen ausziehen kann und wenn man sich tagsüber hinsetzen will, kann man es wieder einfahren. Wir schnappten uns die Sachen und schauten erstmal ob das überhaupt passt. Und… es saß wie angegossen. Schnell die Füße auf die richtige Länge schneiden, mit ein paar Winkeln befestigen et voila, da steht das Bett und ich muss sagen ich finde es super. Zusammengeschoben geht es genau bis zum Beginn der Schiebetür, also genau so wie ich es wollte. Da wir aber kein nacktes Bettgestell haben wollte, haben wir beiden Seiten des Betts mit Holz verkleidet und Klappen eingebaut, damit man den Stauraum unterm Bett ideal nutzen kann und auch längere Sachen mitgenommen werden können. 

Also wir können jetzt in Elmo schlafen und kochen, aber was ist mit dem Wasser? Wir haben noch immer kein Waschbecken verbaut und einen Wasserhahn sucht man ebenfalls vergebens. 

Aber wo ist das Problem mit dem Waschbecken und dem Wasserhahn? 

Das Waschbecken 

Um das Problem zu verstehen, muss ich kurz erklären wie das mit dem Wasser grundsätzlich funktioniert in einem Camper. Man hat zwei unterschiedliche Tanks. Einmal einen Tank für Frischwasser und eine für das Abwasser. In dem Frischwassertank ist eine elektrische Pumpe, die das Wasser aus dem Tank ins Waschbecken befördert. Diese Pumpe war mit dem typischen Campingwaschbecken verbunden und sobald man das Wasser aufdrehte, lief auch die Pumpe, da diese mit über den Wasserhahn gesteuert wurde. Leider sind die typischen Wasserhähne die fürs Camping gemacht sind, nicht sonderlich schön. Also musste hier ein “normaler“ Wasserhahn her. Und da haben wir direkt die nächste Baustelle. Das Wasser aus dem Tank kommt über einen Schlauch, die Wasserhähne die wir kennen haben aber zwei Zuläufe. Also hat Nick die beiden Zuläufe verbunden, dass es es nur noch einen Zulauf gibt. Der hatte aber leider keine Aufnahme für den Schlauch der Pumpe. Nick hat sich kurz seine Kiste mit Krimskrams geschnappt und angefangen da irgendwas zu bauen. Nach ca. 5 Minuten kam er mir mit dem bekannten Grinsen im Gesicht entgegen und ich wusste, er hat eine Lösung gefunden. Er hat den Zulauf von der Pumpe zum Wasserhahn herstellt und einen kleinen Schalter verbaut der die Pumpe starten lässt. Der Wasserhahn steht nun an seinem vorgesehen Platz, jetzt muss nur das Waschbecken nachziehen. Da ich ein Waschbecken haben wollte, was auf der Arbeitsfläche steht, brauchte ich hier nochmal Nick seine Hilfe wie das funktionieren kann. Wir mussten es irgendwie schaffen, dass der Ablauf durch die dicke der Arbeitsplatte passt und kein Wasser links und rechts am Rohr vorbei läuft. Nach unzähligen Überlegungen haben wir leider nicht das gewünschte Ziel erreichen können. Nick hat daraufhin eine zweite, etwas größere Öffnung bei der ursprünglichen Öffnung geschnitten und konnte in diesem kleinen Bereich alles unterbringen das da rein musste und das Waschbecken passte ENDLICH. Jetzt noch mit zwei Komponenten Kleber das Waschbecken auf die Arbeitsplatte kleben und fertig. Natürlich haben wir die Arbeitsplatte vorher geschliffen und gereinigt, damit der Kleber auch seine Arbeit richtig verrichten konnte. 

Also das Gröbste ist endlich geschafft. Wir können in Elmo schlafen, essen, kochen und haben Wasser und es sieht viiiiil besser aus als vorher. 

Jetzt konnte ich Elmo den feinschliff verleihen. 

Die etwas kale Frontansicht der Küche hat mir nicht gefallen, weshalb ich hier schwarze Regale aus Metall befestigte. In kleinen Gläschen kann hier Lebensmittel aufbewahren. 
Da es sich auf blankem Holz etwas schlecht schläft, haben ich zwei Kaltschaummatratzen gekauft und diese auf ein Maß von 1,2m x 1,2m zugeschnitten. Das ist die Größe der Fläche wenn das Bett eingeschoben ist. Mit einem Spannbettlaken bleibt alles da wo es sein soll und mit einer schönen Bettwäsche und den passenden Kissen konnte ich unsere kleine Kuschelwiese vollenden.

Da mir die Ansicht durch den Kofferraum noch nicht so richtig zugesagt hat, musste ich mich auch hier nochmal drum kümmern. Ich habe im Baumarkt 4mm starke Holzplatten gekauft und wollte diese mit einer dunklen Lasur streichen. Auch hier war es das gleich Spielchen wie bei den anderen Flächen. Erstmal alles messen, aufmalen und ausschneiden. Da aber die Rückseite des Schranks alles andere als gerade verläuft, gestalte sich das Messen hier etwas schwierig. Nick hat sich aus einem alten Karton eine Schablone gebaut und konnte anhand dessen die Form ideal nachschneiden. Da wir nicht ein mal  nachschneiden mussten, konnten wir die Bretter direkt anbauen und lasieren. Da ich viel Wert auf Kleinigkeiten lege, wollte ich unbedingt den Horizont der Berge mit einbauen. Dafür haben ich mir auf einem Stück Holz mehrere Berge eingezeichnet und diese dann ausgeschnitten. Mit etwas Farbe versehen, waren sie genau so wie ich es mir vorgestellt habe und ich konnte auch diese festschrauben. 

Für viele war es anfänglich nicht ganz klar wieso wir einen fertigen Camper wieder komplett zerlegen. Aber jeder der die Bilder vorher und nachher gesehen hat, kann jetzt diesen Schritt verstehen. 

Elmo ist jetzt bereit für seine erste Reise und ihr könnte euch nicht vorstellen wie sehr ich mich darauf freue. Natürlich werden wir durch die Reisen noch dazu lernen und feststellen was wir wirklich brauchen und was noch fehlt, also wird es mit Sicherheit noch die ein oder andere Änderung an Elmo geben. Aber natürlich halte ich euch hierbei auf dem Laufenden und freue mich darauf meine Eindrücke mit euch teilen zu können. 

Ich hoffe sehr euch hat der Beitrag gefallen und wenn ihr Fragen habt oder auch Anregungen was wir noch machen können, schreibt uns gerne auf Instagram, wir freuen uns auf eure Nachrichten. 

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